In Thüringen gehörte das Automobilwerk Eisenach (AWE) zu den großen Betrieben: 10 000 Werktätige produzierten hier bis 1989 den „Wartburg“. Unter ihnen stets 400 bis 600 Vertragsarbeiterinnen, angeworben mit dem Versprechen, im sozialistischen Bruderland DDR eine Ausbildung zu erhalten, mit der sie nach der Rückkehr in ihr Heimatland auf einen besseren Arbeitsplatz hoffen konnten:
Die meisten Vertragsarbeiterinnen waren bei ihrer Ankunft in der DDR ebenso jung, wie die Jugendlichen und jungen Erwachsenen heute bei ihrem Start ins Berufsleben.

Zwei Fragen drängen sich auf: War für einreisende ausländische Jugendliche und junge Erwachsene die DDR rückblickend das erhoffte Traumland? Ist es die BRD heute?
Bis Ende des Jahre soll in zahlreichen Workshops und an Projekttagen in Schulen und Ausbildungsbetrieben soll bis Ende des Jahres nach Antworten gesucht werden: durch Recherchen im Archiv des Automobilmuseum Eisenach, bei Interviews für Hörfunkbeiträge und Podcasts, beim Schweißen von Skulpturen aus alten Wartburg-Autoteilen und bei der Entwicklung und dem Bau einer Ausstellung – immer begleitet durch Medienprofis und Künstlerinnen.
Die Termine der Workshops und Projekttage werden individuell verabredet, nach zur Verfügung stehender Zeit und nach Interessen: Neugier auf die Lebenswege anderer, Lust auf journalistische Arbeit, auf künstlerisches Gestalten, auf Handwerk für den Bau einer Ausstellung.
Mitmachen können Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderungen, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, in einer Ausbildung oder einem Studium stecken, sich als „FSJler“ oder „Bufdi’s“ engagieren, gerade ihre Arbeitsstelle antreten: Einheimische, Europäerinnen, Migrantinnen und Geflüchteten.
Hinzu kommen werden ehemalige Vertragsarbeiterinnen und deren Arbeitskolleginnen aus dem VEB Automobilwerk Eisenach (AWE) und aus seinen Zulieferbetrieben in der Region.
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Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen unter: Das Projekt